Fehlermeldung

  • Deprecated function: Methods with the same name as their class will not be constructors in a future version of PHP; Markdown_Parser has a deprecated constructor in require_once() (Zeile 341 von /www/htdocs/w0115499/!seiten/diezeitschrift.at/includes/module.inc).
  • Deprecated function: Methods with the same name as their class will not be constructors in a future version of PHP; MarkdownExtra_Parser has a deprecated constructor in require_once() (Zeile 341 von /www/htdocs/w0115499/!seiten/diezeitschrift.at/includes/module.inc).
Alexandra Gruber
Kulinarik

Street Food Clubbings für Genießer

Samstag, 14. März 2015
Die Street Food-Pioniere Wrapstars und HY-Kitchen treten nun als Pressure Group im Kollektiv auf. Die Wiener dürfen sich auf monatliche Events mit ausgewählten Speisen, Craft Bier und souligen Beats freuen.
Brauwerkt, Craft Bier
Alexandra Gruber
Sebastian und Clara von Brauwerk

Das Wetter war nicht gnädig beim ersten Event von Artisan Food Collective am 12. März. Der Himmel war grau und der Wind pfiff eisig am Vorplatz des Studentenheims Milestone. Trotzdem bildeten sich kurz nach der Eröffnung um 17 Uhr Schlangen vor den Food Trucks. Über Facebook entschuldigten sich die Organisatoren am nächsten Tag, dass sie viel zu früh ausverkauft waren. „Wir haben echt nicht mit einem so großen Ansturm gerechnet!“ Für das nächste Mal versprechen sie, für ausreichend Nachschub zu sorgen.

Also war es gleich ein Erfolg, das erste Street Food Clubbing des Artisan Food Collective. DJ Cay Taylan sorgte mit seinen Beats für die passende musikalische Untermalung, für Süßes war Rochel „Rori“ Boychev-Sarikov von Rori’s Finest Sweets zuständig. Der Patissier aus Wien-Margareten präsentierte eine Auswahl seiner selbstgemachten Süßigkeiten, Punk's Finest und Brauwerk sorgten für Slow Drinks. „Craft Bier passt hervorragend zu Slow Food“, sagt Sebastian vom Ottakringer Brauwerk. „Es wird langsam und genussvoll getrunken. “ Kollegin Clara ergänzt: „Auf solchen Events erreichen wir auch andere Leute. Sonst bleiben Bierprofis meist unter Bierprofis.“

Wraps, Quiche und Burger

hy_kitchen.jpg
Alexandra Gruber
Monica Kranner, Hy Kitchen

Die Organisatoren selbst versorgten die Besucher mit pikantem Essen. Artisan ist die neue Pattform der Wiener Street Food-Pioniere und wurde von den Wrapstars und HY-Kitchen gegründet. Monica Kranner von HY-Kitchen verkauft in ihrem Citroen-Kleintransporter aus der Nachkriegszeit verschiedene Variationen von Burgern und Quiche. Die Wrapstars versorgen die Wiener unter dem Motto Fast Food ohne Bullshit mit ihren köstlichen Wraps. Seit 2013 ziehen sie mit ihrem schwarzen Truck von Standplatz zu Standplatz.

Vereinsgründung geplant

Street Food, Wrapstars
Alexandra Gruber
David und Matthias von Wrapstars

„Wir planen diese Events ab jetzt einmal im Monat“, erzählt Kranner. Die nächsten drei Termine stünden schon fest. „Die Idee dahinter ist, flottes und frisches Essen untermalt mit feinen Getränken und passender Musik auf die Straße zu bringen.“ Zusammen mit den Wrapstars Marko Ertl, Matthias Kroisz und Koch David Weber will die Ernährungsberaterin einen Verein gründen.

„Unser größtes Problem ist nach wie vor, dass derartige Konzepte in Wien vom Gesetzgeber nicht geregelt sind“, sagt Kroisz. „Unser Ziel ist, dass mehr Leute qualitativ hochwertiges Essen auf der Straße verkaufen. Wir möchten mehr Nachahmer.“ Das klingt, als wollten die Wrapstars und HY-Kitchen mehr Konkurrenz. „Wir sehen das als friendly Competition. Wir haben vor, uns mit Monica in Zukunft Standplätze zu teilen.“

Vielfalt erwünscht

An Interessenten scheint es nicht zu mangeln. Bis zu zwanzig Leute pro Jahr kontaktieren die Wrapstars, weil sie gerne Street Food verkaufen würden. „Die meisten trauen sich nicht, wenn wir ihnen von unseren bürokratischen Problemen erzählen“, sagt Kroisz. Der Verein soll genau diese Menschen unterstützen. „Wir überlegen, ob wir Workshops anbieten. Vielleicht drucken wir auch eine Broschüre mit dem nötigen Know How.“ Denn die Leute würden immer wieder die gleichen Fragen stellen, so Kroisz. Die „Artisans“ möchten zwar wachsen, aber nicht um jeden Preis. „Das Essen soll hochwertig sein. Das werden wir auch testen.“ Vielfalt sei ausdrücklich erwünscht. „Am besten wäre es, wenn der eine zum Beispiel asiatisches, der andere südamerikanisches Essen verkauft“, wünscht sich Krosiz. Der Plan sei, sich gegenseitig zu ergänzen und zu unterstützen.

Falls die Pläne des Kollektivs aufgehen, wird es in Wien in Zukunft ein breites Angebot an günstigem, hochwertigem und abwechslungsreichem Street Food geben.

ArtisanFoodCollective
www.streetfoodvienna.at

Share this content.