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Alexandra Gruber
Rezension

Eine Stadt und ihre Abgründe

Mittwoch, 26. November 2014
Die Fremdenführerin Gabriele Lukacs beleuchtet in ihrem Buch „Gruselhäuser“ die morbiden und blutigen Seiten Wiens.

Sie stehen überall auf der Welt, sind meistens mehrere Jahrhunderte alt und waren Schauplatz furchtbarer Gewalttaten. In ihren Mauern, in welchen sich einst dramatische, brutale und häufig sehr blutige Szenen abgespielt haben, wohnt das Grauen – könnten sie sprechen, würden sie schreien. Die Rede ist von Gruselhäusern.
Natürlich gibt es solche Gebäude, und derer sogar viele, auch in Wien, einer Stadt, in der das Morbide Tradition hat. Was erklärt, warum man über solche Orte ein ganzes Buch schreibt.

Wohlig frösteln und behaglich schauern

Die Autorin, Gabriele Lukacs, hat – erklärend und zu Recht – folgenden Untertitel auf das Cover platziert: Ein Blick in die Abgründe von Wien. Denn ja, genau das ist es. Und dieser Blick ist atem(be)raubend, er lässt wohlig frösteln und behaglich schauern, nur zarten Gemütern mag er vielleicht ein wenig Angst einjagen.

Besonders fein sind auch die historischen Hintergründe: der Häuser, der Bewohner und der Untaten. Vielleicht wurde hie und da bei Kleinigkeiten zugunsten der Dramatik nicht blitzsauber recherchiert bzw. zu einhundert Prozent wahrheitsgetreu berichtet, jedoch ist dieses vernachlässigbare Detail kaum erwähnenswert und wird wohl nur dem „Grusel-Kenner“ auffallen.

Gruselhäuser-Tour in Wien

Rezension Gruselhäuser, Gabriele Lukacs
Pichler Verlag

Ansonsten ist diese Lektüre so raffiniert aufgezogen und spannend geschrieben, wie man es sich von einer Gabriele Lukacs, die auch als Stadtführerin tätig ist, erwartet. Erwähnenswert ist auch, dass es Führungen zu dem Thema gibt. Im Zuge dieser Tour werden einige der Gruselhäuser aus dem Buch besichtigt.

Der Weg führt dabei vom Malefizspitzbubenhaus in der Rauhensteingasse 10, einem einst mittelalterlichen Gefängnis inklusive Folterkeller, über eines der Domizile von „Blutgräfin“ Elisabeth Bárthory in der Augustinerstraße 12 bis hin zum ehemaligen Templerhaus mit der heutigen Adresse Blutgasse 7 – 9.

Das Buch „Gruselhäuser“ ist ein „must have“ für alle, die mehr über die Geschichte der Stadt Wien, vor allem in Bezug auf ihre Geister, erfahren möchten.

Gruselhäuser. Ein Blick in die Abgründe von Wien von Gabriele Lukacs. Erschienen im Pichler Verlag im Oktober 2014 in Wien. Gebunden, 208 Seiten. Preis: € 24.99

www.styriabooks.at/article

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